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Hopfensee

Flach, windoffen und schnell warm: Der Hopfensee ist der Badesee des Füssener Landes – und im Frühjahr einer der ersten Seen, in die man sich hineintraut.

Aktualisiert am 28.09.2026Lesezeit ca. 3 Min.Ostallgäu & Königswinkel
  • Höhe784 m
  • Fläche194 ha
  • tief10,4 m
  • TypNatursee
Sonnenuntergang über dem Hopfensee mit Badesteg und den Ammergauer Bergen im Hintergrund
Sonnenuntergang über dem Hopfensee mit Badesteg und den Ammergauer Bergen im Hintergrund. Foto: PtrQs, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons.

Lage und Entstehung

Der Hopfensee liegt nordwestlich von Füssen im Landkreis Ostallgäu. Er ist gut zwei Kilometer lang, knapp zwei Quadratkilometer groß und an der tiefsten Stelle nur etwa zehn Meter tief. Mit der ganzen Wasserfläche gehört er zur Stadt Füssen, das Westufer grenzt an die Gemeinde Hopferau. Sein Wasser fließt über die Hopfensee-Ach nach Süden und dann in den Forggensee.

Geologisch ist er ein Überbleibsel des großen Sees, der nach der Eiszeit das Füssener Becken ausfüllte. Im Norden begrenzen ihn Flyschberge, im Westen die runden Drumlin-Hügel der Grundmoräne. Gegenüber, auf der anderen Seite des Lechs, liegt als Gegenstück der Bannwaldsee.

Warum er so warm ist

Weil der See flach ist und sich nicht in Schichten trennt, heizt die Sonne ihn schnell auf. Baden ist oft schon ab Ende Mai angenehm, im Hochsommer wird das Wasser deutlich wärmer als in den tiefen Bergseen der Umgebung. Die Uferpromenade des Kurorts Hopfen am See, die Aussicht auf die Berge und die Cafés haben dem See den Beinamen „Schwäbische Riviera“ eingebracht.

Wassersport und Rundweg

Auf dem Hopfensee kann man rudern, Tretboot fahren, segeln, windsurfen und kiten. Der Rundweg um den See ist knapp sechs Kilometer lang und eignet sich für einen gemütlichen Spaziergang, auch mit Kindern. Wer weiter will, radelt über Hopferau und Eisenberg durch das Hügelland oder hinüber zum Forggensee.

Schilf, Teichrosen und Niedermoor

Große Teile des Ufers sind von Schilfröhricht und Gelber Teichrose gesäumt. Außer am touristisch erschlossenen Ostufer steht die Ufervegetation als Biotop unter Schutz. Das Südufer geht in kalkreiches Niedermoor über, durch das die Füssener Achen und die Hopfensee-Ach fließen; es ist Teil eines europäischen Schutzgebiets für Kalktuffquellen und Niedermoore im Ostallgäu. Diese Bereiche betritt man nicht – vom Rundweg aus sieht man trotzdem viel.

Eine Kleinigkeit am Rande: Ein Foto des Hopfensees gehörte zu den Desktop-Hintergrundbildern der deutschen Ausgabe von Windows 7. Viele kennen den See also, ohne je dort gewesen zu sein.

Anreise

Hopfen am See liegt wenige Kilometer nordwestlich von Füssen und ist von dort mit dem Bus oder in einer knappen halben Stunde mit dem Rad erreichbar. Die nächsten Bahnhalte liegen in Füssen und in Hopferau an der Strecke von Marktoberdorf nach Füssen. Mit dem Auto kommt man über die A 7, Ausfahrt Füssen; an der Promenade und am Ortsrand gibt es Parkplätze, die im Sommer gut genutzt sind.

Beste Zeit

Der Hopfensee ist ein See für die ganze Saison. Im Frühsommer ist er der erste, in dem man sich richtig wohlfühlt, im Hochsommer ist er warm, aber auch belebt. Im September, wenn die Ferien vorbei sind, wird es ruhiger – das Wasser ist dann oft noch angenehm, und die Luft ist klar genug für den Blick auf die Tannheimer und Ammergauer Berge. Im Winter bietet sich der Rundweg für einen Spaziergang an.

Kombinieren

Vom Hopfensee sind es nur wenige Kilometer zum Forggensee und zum Weißensee. Mit dem Rad lassen sich alle drei an einem Tag verbinden.

Häufige Fragen

Wie warm wird der Hopfensee?

Im Hochsommer werden oft über 20 Grad erreicht. Genaue Tageswerte veröffentlichen die Gemeinden und die Badegewässer-Überwachung nicht immer; ein Thermometer am Steg hilft.

Kann man um den Hopfensee laufen?

Ja, der Rundweg ist knapp sechs Kilometer lang und weitgehend flach.

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