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Allgäuer SeenSeen, Weiher & Bergseen

Niedersonthofener See

Ein eiszeitlicher See am Fuß des Stoffelbergs, mit vier freien Badeplätzen, zwei Campingplätzen und einer Kette kleiner Nachbarseen.

Aktualisiert am 28.09.2026Lesezeit ca. 2 Min.Oberallgäu & Kempten
  • Fläche135 ha
  • TypNatursee
Der Niedersonthofener See an einem trüben Frühlingstag, im Hintergrund die Berge um den Stoffelberg
Der Niedersonthofener See an einem trüben Frühlingstag, im Hintergrund die Berge um den Stoffelberg. Foto: Rikki Mitterer, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons.

Entstehung und Lage

Der Niedersonthofener See liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Waltenhofen südlich von Kempten. Er füllt eine Rinne, die eine Zunge des Illergletschers in der letzten Eiszeit ausgeschürft hat. Mit gut 135 Hektar ist er einer der größeren natürlichen Seen im Oberallgäu. Am Ufer liegen die Ortsteile Niedersonthofen im Westen, Oberdorf mit Kurzberg im Südosten und Zellen im Norden; über dem See erhebt sich der gut 1.060 Meter hohe Stoffelberg.

Eine Kette von Seen

Nach Nordosten entwässert der See über eine Folge kleinerer Gewässer. Zuerst kommt der Oberinselsee, der eigentlich kein eigener See ist, sondern ein durch eine 100 Meter breite Engstelle abgesetzter Teil des Hauptsees. Dann folgen Mitterinselsee und Unterinselsee, der auch Herzmannser Weiher heißt. Von dort fließt das Wasser über den Waltenhofener Bach zur Iller. Zusammen bedecken die Niedersonthofener Seen rund 162 Hektar.

Bei Memhölz liegt der Weiler Insel. Der Name erinnert daran, dass er einst tatsächlich eine Insel im inzwischen stark verlandeten See war. Dort stand früher ein Schloss des Fürstabts von Kempten; heute gibt es im Sommer einen Bootsverleih.

Baden, Rudern, Surfen

Der See eignet sich zum Baden, Rudern, Segeln und Surfen, Angler finden ihn ebenfalls attraktiv. Weil es mehrere Badeplätze gibt, verteilt sich der Betrieb auch an heißen Tagen gut. Ein Rundweg von etwa sieben Kilometern führt am Ufer entlang.

Streuwiesen im Norden

Am Nordufer geht der See in Streuwiesen über. Dort haben sich seltene Pflanzen gehalten, etwa Sonnentau, Sumpf-Stendelwurz und Wasserschlauch – Pflanzen, die auf nährstoffarme, nasse Standorte angewiesen sind. Wasservögel wie Gänsesäger und Haubentaucher finden hier Ruhe. Diese Bereiche betritt man nicht; der Weg führt am Rand vorbei.

Im Winter

Früher war der See im Winter ein beliebtes Revier für Schlittschuhläufer. Durch die mildere Witterung friert er in den letzten Jahren nur noch selten vollständig zu.

Anreise

Der See liegt direkt an der B 19 zwischen Kempten und Immenstadt, nur etwa eine Viertelstunde von Kempten entfernt. Mit der Bahn fährt man bis Martinszell an der Strecke von Kempten nach Immenstadt; von dort sind es wenige Minuten zu Fuß. Parkplätze gibt es an den Badeplätzen.

Beste Zeit

Im Hochsommer verteilen sich die Badegäste auf die vier Badeplätze, sodass es selten wirklich eng wird. Für Naturbeobachtung ist das Frühjahr am besten, wenn Wasservögel am Nordufer brüten. Im Herbst lohnt der Rundweg mit Blick auf den Stoffelberg und die Nagelfluhkette.

Kombinieren

Die Inselseen im Nordosten und der Widdumer Weiher bei Martinszell liegen direkt in der Nähe. Mit dem Rad erreicht man in einer halben Stunde auch den Sulzberger See und den Rottachsee. Wer Berge möchte, steigt auf den Stoffelberg über dem Südufer.

Häufige Fragen

Kostet das Baden am Niedersonthofener See Eintritt?

Nein, die vier offiziellen Badeplätze sind kostenlos. Parkgebühren können anfallen.

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